Das Konzept von grenzgänger | forschung & training

Die Veranstaltungen basieren auf dem Konzept die Erkenntnisse aus der Migrationsforschung mit der Praxis und dem Alltag deutscher Großstädte zu verbinden. Alle Veranstaltungen sind interaktiv und mit verschiedenen methodischen Ansätzen so aufgebaut, dass sie nicht nur Antworten liefern, sondern die Fragen zu den aktuellen Themen rund um Migration und Entwicklung aufwerfen. Ziel von grenzgänger | forschung & training ist es, spannende und interessante Bildungsangebote für ein breites Spektrum zu formen, welche die Erkenntnisse aus der eigenen und der Forschung anderer Disziplinen einbeziehen. Die Veranstaltungen bieten aber auch immer Raum für eigene Reflektion und Diskussion.  

Methodischer Ansatz

grenzgänger | Forschung & Training verfolgt ein methodisch und pädagogisch aufeinander abgestimmtes Konzept bei allen Trainings und Stadtrundgängen. Menschen sollen miteinander zu aktuellen und historischen Themen ins Gespräch kommen und die Veranstaltungen als Plattform für den gemeinsamen Austausch verstehen. Dabei sind Rollenspiele ebenso Teil des Erkenntnisprozesses, wie auch die gemeinsame Arbeit in Gruppen, an Fallbeispielen oder konkreten Fragestellungen. Die aktuelle Forschung, sowie die gesellschaftliche und politische Debatte zu den einzelnen Themengebieten, werden für die Veranstaltungen jeweils aufbereitet und in die Diskussion durch Vortrag, Film oder auch durch Ergebnisse aus den Gruppenarbeiten eingebracht.

In den Themengebieten der Migrationsforschung und der Entwicklungsdebatte werden gezielt interdisziplinäre Wege auf der Suche nach möglichen Antworten begangen. Viele Inhalte in dem Themenfeld basieren auf den aktuellen Debatten der postkolonialen Theorie, den Post-Development Diskursen und weiteren aktuellen sozio-ökonomischen Erklärungsansätzen aus Wissenschaft und Praxis. Die beiden Schwerpunkte Migration und Entwicklung sind der Rahmen zwischen denen sich die eigene Forschung und die angebotenen Trainings und Stadtrundgänge inhaltlich bewegen.

Die Stadtrundgänge und Trainings bieten den Raum für Diskussion. Sie fördern zu einzelnen Themen den gesellschaftlichen Austausch und tragen zur Meinungsfindung und zur Wissensproduktion um die Themen aktiv bei. Dabei folgen die Veranstaltungen einem roten inhaltlichen Faden, welcher aber gewollt Freiräume für die individuellen Interessen der Gruppe lässt. Die Themen reichen von Migrations- und Entwicklungsdebatten über gesellschaftliches Miteinander in Großstädten (conviviality), Differenzdenken und Macht im gesellschaftlichen Alltag bis hin zu Identitäten und Zuschreibungen in Mehrheitsgesellschaft sowie den Lebenswelten in migrantischen Communities. 

Stadtrundgänge und Hafenrundfahrten

Innerhalb der Stadtrundgänge fördern unterschiedlichste Methoden wie Hörspiele, Bilder und Rollenspiele die aktive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema. Je nach Gruppe - ob Schulklasse, Reisegruppe, Konferenzteilnehmer oder andere Interessierte - werden die Inhalte und die methodischen Elemente spezifisch angepasst. Der jeweilig besuchte Stadtteil dient dabei dazu, die Themen, die uns als Gesellschaft bewegen, vor Ort zu diskutieren. Unabhängig vom Thema dient die soziale und geographische Struktur des begangenen Raums als Ausgangspunkt die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen dort zu führen, wo gesellschaftliche oder diskursive Brüche offensichtlich werden.

Seminare und Trainings

In den Seminaren und Trainings können die angebotenen Themen mit mehr Zeit und inhaltlicher Tiefe durch die Teilnehmer_innen bearbeitet werden. Ziel der Seminare ist vor allem der eigene Erkenntnisgewinn durch geführte Gruppenarbeit oder durch strukturierte Diskussionen. Mit Arbeitsmaterial wie beispielsweise empirischen Fallstudien, inhaltliche Bearbeitung von aktuellen Gesetzen oder anderen Texten ermöglichen es Kleingruppen, sich ein detailliertes Wissen zu erarbeiten und dabei den eigenen Fragen zum Thema nachzugehen. Neben verschiedenen Präsentationstechniken ist auch bei den Seminaren das gemeinsame Gespräch und die Diskussion wichtiger methodischer Bestandteil der Veranstaltung. Je nach Vorwissen der Gruppe und dem Rahmen in den sich die Seminare und Trainings einfügen, werden die Inhalte und die Methoden entsprechend angepasst.