StadtRäume als BildungsRäume – Globales Lernen in der Migrationsgesellschaft

Fortbildung für Lehrkräfte

Städtische Räume prägen den Alltag vieler Schüler*innen. Die Verknüpfungen mit Ländern und Regionen in der ganzen Welt spiegeln sich in urbanen Räumen auf vielfältige Weise. Global-lokale Zusammenhänge, insbesondere Geschichten von Migration, ihren Ursachen und Gründen, wirtschaftliche Entwicklungen und koloniale Verflechtungen, Fragen von Ankommen, Aufenthalt und Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft lassen sich dadurch wunderbar im Stadtraum zeigen, erkunden, vermitteln und diskutieren – anschaulich und eng verknüpft mit der alltäglichen Lebensrealität junger Menschen.

Fragen der Globalisierung und des gesellschaftlichen Wandels sind laut des Hamburger Bildungsplans für Stadtteilschulen fest im Unterricht der Jahrgangsstufen 5-11 verankert. Im Rahmen des Geographieunterrichts beispielsweise sollen die Schüler*innen das Gewordensein der eigenen Gegenwart verstehen sowie die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen menschlichen Handelns und die Verantwortung bei der Gestaltung von Zukunft. Dabei steht der Beitrag zur interkulturellen Bildung im Fokus.

grenzgänger | forschung & training knüpft mit seinem thematisch interdisziplinären Angebot genau hier an. Im Rahmen der eintägigen Fortbildung geht es sowohl um einen Einblick in die Theorie der Nutzung des lokalen StadtRaums für das Globale Lernen als auch um konkret geeignete Methoden für die eigene Bildungspraxis. Die Anwendung der Methoden hat das Ziel, die Schüler*innen über ihre Rolle in der Gesellschaft aktiv reflektieren zu lassen und für eine verantwortungsbewusste Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben zu sensibilisieren. 

Die Fortbildung ist Teil des Projekts GlokalRaum und geht einher mit der Entwicklung einer Methodenbroschüre, welche die Teilnehmer*innen erwerben können.

Geplanter Ablauf:  

Modul 1          Theoretische Einführung

  • Das Globale im Lokalen: Die Globalen Verflechtungen der Vergangenheit und Gegenwart und ihre Sichtbarkeit im StadtRaum
  • Die Stadt als Forschungsgebiet: Schüler*innen als Stadtentdecker*innen und der Ansatz des Forschenden Lernens

Modul 2          Methoden für die Praxis

  • Annähern: Aufzeigen globaler Bezüge im Stadtraum → Kartierung des StadtRaums
  • Einfühlen: Rollenspiele im StadtRaum → Wahrnehmung und Anerkennung neuer Perspektiven
  • Erforschen: Methoden zum Forschenden Lernen in der Stadt → Erkundung (un-)bekannter Stadtteile

Abschluss          Stadtraummethoden in der eigenen Bildungsarbeit

  • Feedback, Diskussion und Austausch zur Anwendung in der eigenen praktischen Bildungsarbeit

 

Multi-Ebenen-Matrix zum Globalen Lernen in StadtRäumen
aus: Assner, Manuel; Biller, Korbinian: StadtRaume als BildungsRaume im Globalen Lernen; in: Emde, Oliver/Jakubczyk, Uwe/Kappes, Bernd/Overwien, Bernd (Hrsg.): Mit Bildung die Welt verändern? Globales Lernen für eine nachhaltige Entwicklung, Leverkusen-Opladen 2017.

 

Die Fortbildung findet in Kooperation mit dem LI Hamburg als zweiteilige Veranstaltung am 8. und 15. November jeweils von 15 - 18 Uhr statt. Ort ist das Schulmuseum, Seilerstraße 42, 20359 Hamburg. Zur Anmeldung gehts hier.